Großbritannien untersucht Hinweise auf Monopolstellung im Datenschutzplan von Google Chrome
Großbritannien beobachtet Googles Datenschutzplan für die ChromeAm Freitag (08.) kündigte die Competition and Markets Authority (CMA), die britische Regulierungsbehörde, an, die Änderungen am Browser zu untersuchen. Es besteht der Verdacht, dass Googles Blockierung von Drittanbieter-Cookies ein monopolistisches Manöver ist.
„Die Vorschläge von Google zur Privacy Sandbox werden erhebliche Auswirkungen auf Zeitungen und den digitalen Werbemarkt haben“, sagte Andrea Coscelli, Generaldirektor der CMA. in einer StellungnahmeUnd es gibt auch Datenschutzaspekte zu berücksichtigen. Deshalb werden wir im weiteren Verlauf dieser Untersuchung weiterhin mit [dem Information Commissioner’s Office] zusammenarbeiten. Wir werden unsere Bedenken auch direkt mit Google und anderen Marktteilnehmern besprechen.
Laut CMA gab es bereits mehrere Beschwerden gegen den Chrome-Datenschutzplan. In der obigen Stellungnahme berücksichtigte die Behörde eine davon von Marketers for an Open Web (MOW), einer Koalition von Nachrichten- und Technologieunternehmen.
Im November 2020 MOW schrieb an die CMA Er behauptete, dass es bei den Änderungen in Googles Plan nicht um Datenschutz, sondern um Handel gehe. „Wenn Google diese Technologie einführt, kontrolliert das Unternehmen faktisch die Mittel, mit denen Werbetreibende, Medien- und Technologieunternehmen ihre Kunden erreichen“, sagte James Rosewell, Direktor von MOW. „Diese Änderung wird unumkehrbar sein.“
Untersuchungsergebnisse werden im Juli veröffentlicht
Google plant, bis 2022 einen Datenschutzplan für Chrome namens „Privacy Sandbox“ einzuführen. Die neue Funktion ermöglicht Werbetreibenden den Zugriff auf weniger Daten als bisher. Das amerikanische Unternehmen beabsichtigt, Drittanbieter-Cookies im Browser mithilfe von Tools zur gezielten Werbung zu deaktivieren. Demnach würden die neuen Funktionen die Privatsphäre der Verbraucher besser schützen.
In der Erklärung warnt die CMA, dass die Ermittlungen mit der „Sammlung von Informationen, einschließlich formeller und informeller Auskunftsanfragen“, begonnen hätten. Die Untersuchungen werden voraussichtlich im Juli abgeschlossen sein.
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Bild: Deepanker Verma/Pexels/CC