Anwendungen 27 Januar 2021

Neuer WhatsApp-Virus nutzt Mobiltelefone, um auf unerwünschte Werbung zuzugreifen

27 Januar 2021

WhatsApp-Nutzer aufgepasst: Ein neuer Virus scheint sich im digitalen Messenger herumzutreiben. Die Schadsoftware verbreitet sich, indem sie auf empfangene Nachrichten mit einem Link zu einer angeblichen Huawei-Aktion antwortet. Man muss lediglich die „App des Unternehmens“ herunterladen, um ein kostenloses Handy zu gewinnen. Stattdessen wird ein Wurm installiert, ein Schadprogramm, das der Nutzer selbst installiert (technisch gesehen Virus ist etwas anderes, ist das, was sich selbst repliziert und in Mobiltelefonen nicht vorhanden ist).

Der Wurm wurde vom digitalen Sicherheitsforscher Lucas Stefanko entdeckt, der wiederum den Tipp vom Twitter-Benutzer erhielt @ReBenskUnten sehen Sie ein Video, das die Malware in Aktion zeigt:

Der Wurm kann jedoch auch einen anderen falschen Köder verwenden, um Benutzer zu fangen. die an ein kostenloses Mittagessen glauben. Ein anderer Nutzer auf Twitter berichtete eine ähnliche Malware mit einem kostenlosen Netflix.

Der WhatsApp-Virus nutzt einige Tricks, um nicht sofort erkennbar zu sein. Einer davon besteht darin, auf einen Link umzuleiten, der auf den ersten Blick genau dem Layout des Play Stores entspricht – inklusive Kommentaren und allem Drum und Dran. Die Seite fordert Sie jedoch auf, die App zu installieren – ein an sich schon verdächtiges Manöver.

Eine weitere Taktik der Malware besteht darin, den Virenlink nicht als Spam zu versenden, sondern ihn nur an Nutzer zu senden, deren letzter Aufruf eine Stunde zurückliegt. Dadurch erweckt die angeblich von einem vertrauenswürdigen Kontakt gesendete Werbung zusammen mit dem glaubwürdigen Design den Eindruck, dass die Werbung seriös und der Nutzen garantiert ist.

Unmittelbare Gefahr

Bei dem Wurm handelt es sich genau genommen um Adware – eine Art Virus, der Geräte nutzt, um unerwünschte Werbung einzuschleusen und so Geld für seine Entwickler zu verdienen. Theoretisch ist er einfach nur lästig. Doch Vorsicht ist geboten: Da er eine direkte Verbindung zum Server des Programmierers herstellt, kann er zur Installation anderer, aggressiverer Schadsoftware genutzt werden.

In einem Blogbeitrag warnt Stefanko, dass dies eine offene Tür für Trojaner sein könnte, die Bankdaten stehlen, Spyware (die den Benutzer ausspioniert) und Ransomware (die Daten kapert)Der betroffene WhatsApp-Virus kann auch Tür und Tor für andere Schadsoftware öffnen, da er den Benutzer auffordert, die Installation von Dateien zuzulassen, die nicht aus dem Play Store stammen.

Darüber hinaus fragt die gefälschte App nach der Installation nach Zugriffsberechtigungen, beispielsweise für Benachrichtigungen und Prioritäten. Dadurch kann der Wurm den Akku maximal auslasten und die Aufgaben anderer Apps ignorieren – was die gesamte Leistung deutlich verlangsamt.

Vorbeugen und Beheben

Wer diese Risiken vermeiden möchte, sollte sicherstellen, dass nur offizielle Play Store-Apps installiert werden können. Die Funktion variiert zwar je nach Android-Version, aber im Allgemeinen genügt es, zu „Einstellungen“, dann zu „Apps & Benachrichtigungen“, „Spezielle App-Zugriffe“, „Unbekannte Apps installieren“ zu gehen und alle Apps auf „Keine Berechtigung“ zu setzen.

Wer sein Smartphone mit dem WhatsApp-Virus infiziert hat, kann Verwenden Sie ein Antivirenprogramm für Ihr Mobiltelefon und entfernen Sie das schädliche Programm und vermeiden Sie zukünftige Kopfschmerzen.

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Bild: Dawrin Laganzon/Pixabay mit Montage Vida Celular

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