Anwendungen 5 April 2021

Hacker leaken Daten von 533 Millionen Facebook-Nutzern

5 April 2021

Die Woche begann mit einer echten Bombe. Laut einem Bericht von Business Insiderwurden Daten von 533 Millionen Facebook-Nutzern, darunter 8 Millionen Brasilianer und sogar Mark Zuckerberg selbst, dem Erfinder der Plattform, geleakt auf einer Hacker-WebsiteDer Betrug hätte Nutzer des sozialen Netzwerks in 106 Ländern betroffen, darunter neben Brasilien auch die USA (32 Millionen Menschen), Großbritannien (11 Millionen) und Indien (6 Millionen).

Verantwortlich für die Beschwerde war Alon Gal, CTO von Hudson Rock, einem auf Cyberkriminalität spezialisierten Unternehmen. „Eine Datenbank dieser Größe, die private Informationen wie Telefonnummern vieler Facebook-Nutzer enthält, würde sicherlich dazu führen, dass Kriminelle die Daten für Social-Engineering-Angriffe oder Hackerangriffe“, kommentierte er.

https://twitter.com/UnderTheBreach/status/1349671294808285184

Laut dem Experten wollen Cyberkriminelle mit der Weitergabe dieser Daten nahezu die gesamte Privatsphäre der Nutzer preisgeben. Dazu gehören neben der Facebook-ID auch Informationen, die von Kriminellen für Betrugsversuche genutzt werden können, wie vollständiger Name, Geburtsdatum und -ort, Biografien und in manchen Fällen auch E-Mail-Adressen. Alon Gal bezeichnete den Vorfall als „enormen Vertrauensbruch“ und sagte, das soziale Netzwerk sei „verpflichtet“, die Nutzer nach dem Datenleck vor möglichen Phishing-Betrügereien zu warnen.

Facebook wehrt sich

Laut Facebook ist der vom Hudson Rock-Experten erwähnte Vorfall „alt und wurde bereits behoben“. In einem Interview mit CNN GeschäftAndy Stone, ein Unternehmenssprecher, erklärte, was passiert ist. „Dies sind alte Daten, die bereits 2019 gemeldet wurden. Wir haben dieses Problem im August 2019 gefunden und behoben. Wir haben die Möglichkeit entfernt, andere Leute finden direkt über Ihre Telefonnummer auf Facebook und Instagram“, bekräftigte er.

Unabhängig davon, ob es kürzlich oder bereits 2019 passiert ist, wie der Facebook-Sprecher argumentierte, ist Fakt, dass das soziale Netzwerk bereits zuvor Opfer von Hackern geworden ist, die Daten von Millionen von Nutzern geleakt haben. Im Jahr 2016 veröffentlichte Cambridge Analytica nutzte die Daten von 80 Millionen Nutzern um Wähler bei den US-Wahlen mit politischen Anzeigen anzusprechen. Zwei Jahre später Lücke im System Dank dieser Sicherheitsmaßnahme konnten 29 Millionen Benutzer ihre Informationen frei preisgeben.

Und die Konsequenzen für die Datenlecks sind ohnehin ein kleiner Trostpreis. Die Daten mögen zwar alt sein, stehen aber nun zum Verkauf. Haben die meisten Betroffenen seit 2019 ihre Telefonnummern, E-Mails und Adressen geändert?

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Bild: Pexels/Pixabay/CC

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