Nachrichten 23 November 2020

Hacker stehlen Spotify-Passwörter, speichern sie aber in einer Datei ohne Passwort

23 November 2020

Wenn es einem Hacker gelingt, in ein System einzudringen, kann man zumindest erwarten, dass er oder sie zumindest ein bisschen schlauer ist als die Besitzer desselben Systems, die die Schwachstelle überhaupt erst dort hinterlassen haben. Einige Hacker Der Täter, der Tausende von Spotify-Passwörtern gestohlen hat, hat gegen dieses Grundprinzip der digitalen Sicherheit verstoßen und das Material in einer Datenbank offengelegt … ohne Passwort.

Wenn Ihnen sofort das Bild von „Hackerman“ aus der Komödie Kung Fury in den Sinn kam, dann ist zumindest die Hälfte unseres Teams dieser Meinung: Laut CNET ist den „genialen“ Hackern, die Spotify-Passwörter gestohlen haben, ein Benutzerfehler zu verdanken, nämlich die Wiederholung von Passwörtern auf mehreren Plattformen.

Passwörter wiederholen, ein klassischer Fehler
Spotify-Passwort-Hacker

Hacker nutzen menschliche Fehler aus, um Spotify-Passwörter zu stehlen. Dabei machen sie aber auch große Fehler und setzen sich den Behörden aus (Bild: r.classen/Shutterstock)

Laut Experten ist dies einer der grundlegendsten menschlichen Fehler, wenn es um digitale SicherheitWenn Sie dasselbe Passwort auf mehreren Plattformen verwenden, ist Ihre Sicherheit nur so gut wie die Ihrer schwächsten Plattform. Hacker können Ihre Passwörter stehlen – beispielsweise Ihr Spotify-Passwort – und versuchen, sie auf mehreren anderen Websites zu verwenden. Dies kann Ihr digitales Leben auf den Kopf stellen und in manchen Fällen unwiderruflich beeinträchtigen.

Doch die Hacker, die die Passwörter der Spotify-Nutzer stahlen, schlugen alle Vorsicht in den Wind und speicherten das Material in einer Cloud-basierten Datenbank – ohne Schutz durch ein eigenes Passwort. Im Grunde konnte jeder mit Internetzugang die Adresse der Datenbank herausfinden und die gestohlenen Informationen zurückholen – oder, schlimmer noch, sie mit seinem eigenen Passwort sperren und so den Hackern den Zugriff auf das gestohlene Material verwehren.

Und genau das taten die Forscher Ran Locar und Naom Rotem, die Teil einer Initiative sind, die das Internet auf ungeschützte Datenbanken überwacht. Sie fordern Datenbankbesitzer üblicherweise auf, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern, um Kompromittierungen zu verhindern. In diesem Fall sperrten sie die Hacker jedoch aus der Datenbank aus und veröffentlichten ihre Ergebnisse auf der Website von vpnMentor.

So schützen Sie Ihre Passwörter vor Hackern

In der digitalen Sicherheit gibt es ein Sprichwort: „Kein System ist unknackbar.“ Das ist durchaus wahr, denn Angreifer und Systemschützer entwickeln und verbessern ihre Methoden ständig weiter, wie beim Schachspiel. Trotzdem gibt es keinen Grund, Ihre eigenen Maßnahmen zu lockern.

Der einfachste Weg, Ihre Sicherheit zu gewährleisten, ist die Verwendung von Passwortverwaltungssoftware wie LastPass oder 1Password. Diese erfordern ein Master-Passwort für die Anmeldung bei der Anwendung und die Autorisierung Ihrer Plattformen. Für jede dieser Anwendungen schlägt das Programm ein starkes, langes Passwort mit mehreren gemischten Zeichen vor, um Ihre Anmeldeinformationen zu schützen. Einige Programme bieten sogar plattformübergreifende Unterstützung und ermöglichen die Nutzung vom Desktop auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Browser zu verwenden, die über ähnliche Funktionen verfügen: Safari (Apple) und Firefox (Mozilla) sind zwei Beispiele hierfür. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie Ihre Passwörter manuell anpassen können, um es Hackern schwerer zu machen. Es empfiehlt sich, eine Mischung aus Sonderzeichen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen zu verwenden und insbesondere einfache oder leicht zu erratende Wörter zu vermeiden.

Über CNet.

Lies auch