Nachrichten 20 April 2021

Facebook blockiert Hassinhalte im Fall George Floyd

20 April 2021

In deinem offizieller BlogFacebook kündigte an, hasserfüllte Inhalte im Zusammenhang mit dem Fall George Floyd in seinen Netzwerken zu blockieren. Normalerweise vertritt das Unternehmen keine politische Position, doch dieses Mal kündigte es an, jegliches rassistische oder gewaltfördernde Verhalten in seinen Feeds zu blockieren.

Während der Tag des Urteils für Derek Chauvin, den weißen ehemaligen Polizeibeamten aus Minneapolis, der Floyd in einer als rassistisch eingestuften Tat erstickte, näher rückt, ist Zuckerberg besorgt, dass Wellen wie die von Capitolio können sich über ihre Netzwerke bilden. So müssen sowohl Facebook als auch Instagram rassistische oder gewalttätige Inhalte im Fall George Floyd gemäß einer Risikostufenrichtlinie blockieren. Derek Chauvin gilt als Person des öffentlichen Lebens, daher unterliegen auch Inhalte über ihn Beschränkungen. Seit George Floyd ermordet wurde, gelten Beiträge über ihn jedoch als risikoreicher, sodass Beiträge über ihn oder seine Familie einer strengeren Prüfung unterzogen werden.

Gruppen, Benutzer und Gespräche mit Hassreden werden verboten

Gruppen, Nutzer und Unterhaltungen, die sich auf derartige gewalttätige Inhalte konzentrieren, werden gesperrt. Beiträge mit falschen Informationen über den Fall müssen mit einem Warnhinweis versehen werden, Bilder müssen entfernt oder je nach Gewaltgrad gekennzeichnet werden. Laut dem Unternehmen gilt die Region, in der sich der Vorfall ereignete, derzeit als Hochrisikoregion und wird daher verstärkt überwacht.

In dem offiziellen Post erklärte Facebooks Vizepräsidentin für Inhaltspolitik, Monika Bickert, dass es „den Menschen erlaubt sein wird, die Klage zu kommentieren und Kritik am Fall oder den Beteiligten zu äußern“, da das soziale Netzwerk sich als Ort der freien Meinungsäußerung bezeichne. Sie betonte jedoch, dass Facebook darauf hinwirken werde, ein Gleichgewicht zwischen dem, was die Menschen sagen, und dem, was die öffentliche Sicherheit betrifft, zu wahren, da der Fall für viele Menschen schmerzhaft gewesen sei.

Über NY Times e Forbes

Bild: Logan Weaver/Unsplash/CC

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