Fehler im Facebook-Code ermöglichte Angreifern das Löschen von Live-Streams
Der Fall wurde am 17. April vom Sicherheitsexperten Ahmad Talahmeh aufgedeckt. Ein Fehler im Code des Facebook ermöglichte es Angreifern, Leben (Live-Übertragungen) von der Plattform, ohne dass der Kontoinhaber davon weiß.
Der Forscher erklärte, dass die Sicherheitslücke es ermöglichte Live-Videos wurden gelöscht, als ob die Aktion vom Seitenbesitzer selbst durchgeführt worden wäre.
Tatsächlich führt der Fehler laut Talahmeh dazu, dass das Video auf fünf Millisekunden gekürzt wird. „Das Kürzen des Videos auf fünf Millisekunden macht es 0 Sekunden lang und der Besitzer kann es nicht rückgängig machen“, sagte der Experte.
Problem behoben
As Leben, auf Facebook und anderen Plattformen, gewann während der Covid-19-Pandemie sowohl bei normalen Nutzern als auch bei Unternehmen, Organisationen und Influencern an Bedeutung. Nach Beendigung einer Übertragung kann der Seiteninhaber das Video bearbeiten und Schnitte einfügen. Dieses Tool wurde von Betrügern ausgenutzt. Dazu benötigten sie lediglich die Live-ID.
Nachdem das Problem am 25. September 2020 entdeckt wurde, analysierte Facebook es und behob es. Als Belohnung erhielt Talahmeh 11 US-Dollar von der BountyCon und weitere fast 5 US-Dollar von Facebook selbst. Der Fall wurde erst öffentlich, nachdem das soziale Netzwerk einen Patch zur Behebung des Problems veröffentlicht hatte.
Neben Live-Streams wies der Experte auch auf eine weitere Sicherheitslücke bei Facebook hin. Das soziale Netzwerk hatte ein System eingeführt, das Unternehmen bei der Anpassung an die Pandemie unterstützen soll. Die Seite ermöglicht nun eine deutlichere Anzeige von Öffnungszeiten, Lieferorten und physischen Produktlagern. Die Aktualisierung dieser speziellen Seite und ihrer Einstellungen konnte jedoch nur von Analysten mit Berechtigung vorgenommen werden, die die Inhalte normalerweise nur lesen, aber nicht ändern konnten. Auch dieser zweite Fehler wurde behoben.
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Bild: vichie81/Pixabay/CC