Im Jahr 2015 einigten sich Google und Microsoft vor Gericht auf einen Waffenstillstand. Mehrere Klagen, die von einem Unternehmen gegen das andere (und umgekehrt) eingereicht wurden, wurden schnell beigelegt. Damals wurde erwartet, dass beide Unternehmen bei einigen Projekten zusammenarbeiten würden, doch dazu kam es nicht. Nun, im April 2021, endete die Vereinbarung und wurde offenbar nicht verlängert.
Nach Financial TimesDie Nichtverlängerung könnte durch die mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen in den letzten Jahren motiviert gewesen sein. Trotz der Vereinbarung, bei der es auch um nicht genannte Beträge ging, arbeiteten Google und Microsoft bei Projekten in ihren Hauptbereichen nicht zusammen.
Darüber hinaus wurde Microsoft letztendlich außen vor gelassen In den USA wurde ein neues Gesetz gegen Big Tech eingereicht (Google selbst und Apple sind inbegriffen). Obwohl der Windows-Hersteller erklärt, dass es keine Lobbyarbeit für den Ausschluss gegeben habe, kam der Fall bei den Google-Managern letztlich nicht gut an.
Rechtsfrieden zwischen Microsoft und Google
Microsoft behauptet intern immer noch, dass Google mehr von dem Waffenstillstand profitiert habe, was möglicherweise zu dessen Ende beigetragen habe. Das Unternehmen hoffte, Android-Apps unter Windows ausführen, etwas, das erst jetzt, mit Version 11 des Betriebssystems, erwartet wird, ermöglicht durch eine Partnerschaft mit Amazon. Wenn man bedenkt, dass die Vereinbarung im Jahr 2015 geschlossen wurde, gab es in diesem Zeitraum keine größeren Fortschritte.
Um Smartphone-Apps auf Computer zu bringen, arbeitet Microsoft mit dem App Store von Amazon zusammen, nicht mit dem Play Store von Google. Nutzer benötigen wahrscheinlich ein Amazon-Konto, nicht ein Gmail-Konto, um die Apps zu installieren.
Die veröffentlichten Informationen besagen jedenfalls, dass die beiden Unternehmen beschlossen haben, die Vereinbarung nicht zu verlängern. Welche Folgen das Ende des Waffenstillstands kurzfristig haben wird und ob Microsoft und Google erneut Klagen gegeneinander einreichen werden, ist noch nicht absehbar.
Über Bloomberg