SUS-App wird aktualisiert, zeigt aber keine Covid-19-Impfdaten an
Das Gesundheitsministerium hat ein Update der Conecte Sus-App veröffentlicht, mit dem Patienten theoretisch ihre Covid-19-Impfdaten und -informationen verfolgen können. Die App weist jedoch Mängel in der Benutzeroberfläche auf und zeigt nur Daten zu folgenden Themen an: alter nationaler Impfkalender.
Im Gegensatz zu Tratecov, einer App, die während der Bolsonaro-Regierung entwickelt wurde, um SUS-Ärzte bei der Diagnose von Covid-19 zu unterstützen, die aber nur Patienten verschrieben ChloroquinConecte SUS ist ein altes Projekt, das von anderen Verwaltungen übernommen wurde und das vom Konzept des Citizen Base Registry (CBC) profitiert, um sowohl die Bereitstellung öffentlicher Dienste als auch den Benutzerzugriff auf Informationen zu optimieren.
Die CBC entstand mit der Schaffung des Allgemeinen Datenschutzgesetzes die zur Schaffung einer Einzelregistrierung mit CPF für die vielfältigen Dienstleistungen der Union. So können Sie mit demselben Login und Passwort alle Leistungen einsehen, vom Zugang zur Sozialversicherung und Arbeitserlaubnis beim Wirtschaftsministerium bis hin zu Ihrer Patientengeschichte beim SUS.
Obwohl der Zugriff individuell erfolgt, ist die Fragmentierung der Datenbanken gesetzlich vorgeschrieben (d. h., es gibt keine einzige Datenbank mit allen Datensätzen), sodass durch ein Leck nicht sämtliche Informationen der Bevölkerung gefährdet werden.
Impfkalender enthält keine Termine
Theoretisch ist Conecte Sus jedoch sicher. Das neue Update erstellt eine Art digitale Patientenakte, in die Patienten Informationen eingeben können, die medizinischem Fachpersonal bei ihrer Behandlung helfen. Diese Informationen reichen von der Aufzeichnung aktueller Medikamente, Sicherheitskontakten und Nachrichten im Falle eines Unfalls bis hin zu persönlichen Daten wie Blutdruckverlauf, BMI und mehr.
Die Conecte SUS-App verfügt zudem über einen eigenen Bereich für Impfkampagnen. Dort sollen nützliche Informationen wie das empfohlene Datum und Alter für Impfungen angezeigt werden. Laut Gesundheitsministerium soll es künftig auch eine Online-Terminvereinbarung mit der nächstgelegenen Klinik mit verfügbaren Terminen geben.
Beim Aufruf der App weichen die angezeigten Informationen jedoch deutlich von der Theorie ab. Statt der Aktionsdaten und der nächstgelegenen Impfzentren erscheinen auf dem Bildschirm lediglich allgemeine Informationen zu den vom SUS bereitgestellten Impfstoffen sowie die Anzahl der Dosen der einzelnen Medikamente.

Der Bildschirm der Conecte SUS-App bietet allgemeine Informationen zum nationalen Impfplan. Reproduktion: Gesundheitsministerium
Am vergangenen Freitag (12.) hieß es jedoch in einem Beitrag auf dem Twitter-Account des Senats, dass die neue Version des Antrags Informationen über die nächsten Schritte der Covid-19-Impfung enthalten werde. Diese Informationen waren im Antrag nicht zu finden.
Die COVID-19-Impfungen stehen kurz bevor. Laden Sie sich doch die Conecte SUS-App herunter, während Sie warten. Wie die SUS-Karte ist sie nicht obligatorisch, kann Ihnen aber das Leben erleichtern, indem sie Sie über wichtige Informationen informiert. Folgen Sie @RadioSenado pic.twitter.com/uvmggzUqyF
– Bundessenat (@SenadoFederal) 12. Februar 2021
Unser Konzept
Die Conecte SUS App kann auf Geräten verwendet werden Android, iOSoder sogar auf Computern über den Browser. Beim ersten Zugriff werden Sie aufgefordert, sich über Ihr CBC-Konto anzumelden und die Nutzungsbedingungen für die Nutzung zu akzeptieren.
Die Nutzungsbestimmungen der Anwendung sind sehr klar und bekunden ihre Einhaltung des nationalen LGPD. Sie legen außerdem fest, dass die an das System übermittelten Daten vertraulich sind und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden dürfen.
Trotzdem ist unklar, welche Daten aus bestehenden SUS-Datensätzen importiert werden dürfen und welche Daten erst nach der Annahme der Nutzungsbedingungen katalogisiert werden. Im Test von Vida CelularSo importierte die Anwendung beispielsweise Daten wie die dem Patienten bei anderen Terminen verabreichten Medikamente, nicht jedoch Informationen zu Impfausweisen oder den Orten, an denen der Benutzer untersucht wurde.
Offenbar ist die Idee, dass das System nach der Registrierung mit neuen Informationen gefüttert wird. Es gibt auch einen Nachrichtenbereich, der informative Inhalte des Gesundheitsministeriums auf Twitter sowie Bildmaterial aus Kampagnen des Einheitlichen Gesundheitssystems (SUS) zusammenfasst.

Die Terminplanungsfunktion der SUS-App ist verwirrend und bietet keine Termine. Reproduktion: Gesundheitsministerium
Schnittstellenfehler und Probleme bei der Dienstplanung
Obwohl die Idee gut ist, wurden bei Tests von Vida CelularWir sind auf einige Fehler in der App gestoßen. Die Planungsfunktionen für Impfungen und Termine funktionierten zwar nicht, aber sie waren vorhanden.
Die Tests wurden mit Daten von drei verschiedenen Bürgern durchgeführt, darunter auch Patienten, die für die aktuelle Phase des COVID-19-Impfprogramms in Frage kommen. Offenbar muss der Patient zunächst eine Gesundheitseinrichtung aufsuchen, damit die Registrierung der Einrichtung zum Profil der App hinzugefügt wird. Auf diese Weise steht die Einrichtung zur Registrierung zur Verfügung, wenn der Nutzer das SUS erneut nutzen muss.
Darüber hinaus ist die Conecte SUS-App nicht die offizielle Plattform zur Terminvereinbarung für COVID-19-Impfungen. Es sei daran erinnert, dass die Coronavirus-Impfung in Brasilien (leider) dezentralisiert und der Bundesregierung übertragen wird. Die Bundesstaaten sind für die Erstellung von Impfsystemen und -kriterien verantwortlich.
Vorrang haben vor allem medizinisches Fachpersonal, das an vorderster Front im Kampf gegen COVID-19 arbeitet, sowie ältere Menschen. Die Impfstoffe werden von den staatlichen Gesundheitsämtern verteilt, die sie dann an die regionalen Gesundheitsämter (DRS) weiterleiten. Diese wiederum leiten den Impfstoff an die Gemeinden weiter, die über die optimale Patientenregistrierung entscheiden.
Einige Städte haben sich für die digitale Registrierung entschieden. Andere verlangen jedoch die Anwesenheit von leitenden Vertretern bei der persönlichen Registrierung in den Basisgesundheitszentren (UBS).
Hoffnung für die Zukunft
Trotz ihrer Mängel und Probleme könnte die Initiative Conecte SUS nach der Quarantäne ein Licht am Ende des Tunnels sein. Die Tatsache, dass die App Open Source ist, d. h. sie nutzt offenen Quellcode, den andere Forscher untersuchen und Verbesserungen ihrer Struktur vorschlagen können, eröffnet unzählige Möglichkeiten, Technologie zum Wohle der Bürger einzusetzen.
Laut DATASUS, der IT-Abteilung des Einheitlichen Gesundheitssystems, soll der Coronavirus-Impfpass auch als Grundlage für die Erstellung eines digitalen Impfzertifikats dienen. Dieser soll international gültig sein und für die Einreise in andere Länder akzeptiert werden. Darüber hinaus soll er auch dazu dienen, genauere Erhebungen über die geimpften Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.
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