Amazon hat neun Raketen der United Launch Alliance (ULA) erworben, um seine Kuiper-Internetsatelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen. Die Raketen werden im Rahmen von Atlas-5-Missionen starten, die Anzahl der Satelliten pro Start ist jedoch noch nicht bekannt. Ziel des Unternehmens ist es, eine Konstellation von 3.236 Satelliten zu vervollständigen.
Mit dem Aufbau seines Satellitennetzwerks will Amazon auch Konnektivitätsdienste anbieten und so auch ländlichen Gebieten mit eingeschränktem oder gar keinem Internetzugang Zugang verschaffen. Das Unternehmen plant außerdem die Einführung seines Cloud-Computing-Dienstes Amazon Web Service.
Die Kuiper-Satelliten werden voraussichtlich in einer Höhe zwischen 590 und 630 Kilometern die Erde umkreisen. Mit ihnen will das Unternehmen eine Verbindungsgeschwindigkeit von 400 Mps erreichen, die sich mit fortschreitender Projektaktualisierung erhöhen soll. Dies wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Projekt wurde von der FCC (einer Behörde ähnlich der US-amerikanischen Anatel) genehmigt. Juni letzten Jahres Mit der Auflage, dass Amazon bis 2026 die Hälfte der Satelliten liefert. Die gute Nachricht ist, dass diese Zahl im Startplan von ULA steht. Wann sie alle in der Luft sein werden, ist jedoch noch nicht bekannt.
Um seinen Internet-Netzwerkplan umsetzen zu können, investierte Amazon 10 Milliarden US-Dollar (55 Milliarden R$), den gleichen Betrag, den Elon Musk in sein Projekt investierte Starlink-, das übrigens ein wichtiger Konkurrent ist. Und Jeff Bezos' Entscheidung für ULA ist strategisch. Die Allianz hatte hinsichtlich der Startzahlen Marktanteile an SpaceX verloren und sollte nun auf Augenhöhe stehen.
Über The Verge