Vivo bringt einige neue Produkte auf den Markt, wie zum Beispiel faltbares Smartphone und die Linie S10 Das soll bald erscheinen. Der chinesische Hersteller hat jedoch einen viel gewagteren, fast schon Science-Fiction-Plan im Sinn: Er hat ein Patent für ein Mobiltelefon mit abnehmbarem Kameramodul angemeldet, das sich in eine Mikrodrohne verwandeln lässt. Mit anderen Worten: Die Kameras des Mobiltelefons können herumfliegen, um Fotos oder Videos aufzunehmen.
Das Portal hatte Kontakt mit dem Patent Los geht's digital, und das Dokument kann gelesen werden hierObwohl alles auf Chinesisch ist, enthält es mehrere Bilder, wie das Gerät und das fliegende Kameramodul aussehen werden. Die Website Let's Go Digital hat sogar ein GIF erstellt, um zu veranschaulichen, wie der Mechanismus zum Abnehmen des hinteren Moduls funktioniert, damit es als Drohne verwendet werden kann.
Breaking News: VIVO Smartphone mit fliegender Kamera 🔥https://t.co/Otk1ZHkC7Q
– Flugkameramodul mit Doppelkamera (optional 4)
– Fliegende Kamera hat einen eingebauten Akku
– 3 Infrarot-Näherungssensoren und 4 Propeller#LEBENDIG #fliegendekamera pic.twitter.com/s7CQ0V3KNP- LetsGoDigital - Mark Peters (@letsgodigitalNL) Juli 1, 2021
Drohne im Handy eingebaut
Was wir auf den Patentbildern sehen, ist ein Mobiltelefon mit flachem Bildschirm, ohne Platz für ein Selfie-Objektiv und mit großen Rändern. Die entworfene Struktur lässt vermuten, dass der Fokus des Produkts auf der fliegenden Neuheit liegt und nicht auf einem eleganten Design oder anderen aktuellen Markttrends. Wir bemerken auch, dass das hintere Kameramodul ein Fach bildet, das herausgeschoben und vom Mobiltelefon abgenommen werden kann.
Das Drohnenmodul verfügt über vier Propeller, einen in jeder Ecke. Das Patent weist auf zwei Kameras hin, eine an der Vorderseite und eine an der Seite, die während des Fluges umgeschaltet werden können (wie bei kommerziellen Drohnen), sowie auf Platz für zwei weitere Objektive. Der Mechanismus verfügt über drei Infrarot-Näherungssensoren, die helfen sollen, das Gerät so zu steuern, dass es nicht kollidiert.
Schließlich verfügt das Drohnenmodul über einen eigenen Akku, der Strom liefern muss, damit es in der Luft bleiben kann, während Bilder an das Mobiltelefon gesendet werden. Aus Sicherheitsgründen verfügt das Gerät über einen Fingerabdruckleser, mit dem das Gerät entsperrt und genutzt werden kann.
Es wird nicht einfach sein, dies zu verwirklichen
Da Smartphone-Kameras immer leistungsfähiger werden und sogar für Videoclips und Filme genutzt werden, könnte ein Smartphone mit einem Modul, das sich in eine Drohne verwandelt, eine großartige Option sein, insbesondere für den professionellen Markt. Es handelt sich jedoch noch um ein mutiges Projekt, und bis zur tatsächlichen Umsetzung stehen noch einige Probleme bevor.
Der erste Grund ist der offensichtlichste: Die Kosten für die Herstellung dieser Technologie in einem Smartphone. Schließlich wird von diesem Gerät erwartet, dass es langlebig ist und eine gute Akkulaufzeit hat, um dem Einsatz der Drohne standzuhalten. Ganz zu schweigen von den unvorhergesehenen Ereignissen, denen das Flugobjekt unterwegs begegnen kann.
Ein weiteres Problem sind die jeweiligen Gesetze zum Schutz der Privatsphäre und zur Nutzung von Flugobjekten. In Brasilien benötigt man für den Betrieb einer Drohne eine Lizenz der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde (ANAC). Das Gerät muss den Vorschriften dieser Behörde sowie denen von Anatel und der Luftraumkontrollbehörde (DECEA) entsprechen und im Straßenverkehr den Verkehrsregeln entsprechen.
Bild: Goldy/iStock