Apple und Google sind ins Visier der japanischen Regierung geraten. Die japanische Regierung wird eine Untersuchung einleiten, um die Verhandlungen amerikanischer Unternehmen mit japanischen Smartphone-Herstellern zu untersuchen. Die Untersuchungen dürften zu einer Verschärfung der Kartellvorschriften im Land führen, wie die Zeitung Nikkei am vergangenen Sonntag (13.) mitteilte.
Die Kommission der japanischen Regierung wird externe Experten und Techniker umfassen. Das Hauptziel der Untersuchung ist es zu analysieren, ob Apple und Google behandeln japanische Unternehmen fair und wie sie im Vergleich zu ausländischen Unternehmen behandelt werden. Derzeit machen die Betriebssysteme iOS und Android mehr als 90 % des Smartphone-Marktes im Land aus.
Belagerung der Big Tech
Die Ermittlungen in Japan gegen Apple und Google ist ein weiteres Kapitel im jüngsten Streit zwischen nationalen Regierungen und Big Tech. In Europa, sagte die Präsidentin der Kartellkommission der Europäischen Union, Magrethe Vestager am 10./06in einem Interview mit der New York Times, dass Apple alternative App-Stores für iOS einführen und so den Wettbewerb fördern. Vestager, die auch EU-Wettbewerbskommissarin ist, hat vorgeschlagen, entsprechende Gesetze einzuführen.
Bereits in den Vereinigten Staaten, eine Reihe von Gesetzentwürfen wurden verabschiedet letzten Freitag (11.) im Repräsentantenhaus als Reaktion auf einen Bericht des Justizausschusses über die Praktiken von Big Tech. Zu den Maßnahmen gehört ein Gesetz, das den Betrieb mehrerer Geschäftszweige verbietet – angesichts die traditionelle Praxis von Facebook um aufstrebende Konkurrenten in den Markt zu integrieren – und ein weiteres, das die gemeinsame Nutzung konkurrierender Plattformen fördert, damit Verbraucher problemlos zwischen ihnen wechseln können.
In den USA ist eine Koalition der beiden größten Parteien an der Initiative beteiligt. Die demokratischen Abgeordneten sehen den Kampf gegen die Konzentration wirtschaftlicher Macht als eine ihrer Prioritäten an; die Republikaner hingegen geben an, sie seien besorgt über Fragen der Meinungsfreiheit.
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Bild: Alexander Schimmeck/Unsplash/CC