Ein neues Facebook-Projekt zielt darauf ab, eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die gespeicherte Daten vergessen kann, genau wie unser Gehirn. Das System namens Expire-Span erhält eine Reihe von Vektoren, die bestimmen, wann gespeicherte Informationen verschwinden sollen.
Expire-Span ist eine Technologie, die eines der größten Probleme der Datenakkumulation lösen soll: die Kosten. Da KIs große Datenmengen verarbeiten und Informationen dauerhaft speichern müssen, steigen die Rechen- und Speicherkosten. Dieses Problem wird dadurch verschärft, dass verschiedene Geräte – von Computern über Smartphones bis hin zu Wearables – ständig mehrere Datensätze pro Tag senden.
Inspiriert vom menschlichen Gedächtnis funktioniert Expire-Span-Vergessen als spezifischer Mechanismus im externen Speicher des Algorithmus, der feststellt, wann die hinzugefügten Informationen wichtig sind oder nicht. Basierend auf dieser Feststellung gibt Facebooks künstliche Intelligenz Ablaufdaten aus, die die Daten verschlechtern und so Platz für wichtige Informationen schaffen.
Zuckerbergs soziales Netzwerk hat noch nicht erklärt, wie es Expire-Span in den kommenden Tagen nutzen will, oder ob die Funktion für Facebook oder einige andere mögliche Technologie. Im Moment muss die Plattform die Algorithmen trainieren, um zu erkennen und zu priorisieren Informationen richtig.
Der Vergessensprozess ist „inspiriert“, aber nicht derselbe wie der des menschlichen Gehirns
Während der Vergessensprozess der KI von Facebook unserem Gehirn sehr ähnlich ist, ist die Datenprioritätsbeziehung nicht dieselbe. Während unser Gedächtnis Dinge aus verschiedenen Gründen vergisst – und nicht alle davon sind vollständig identifiziert – ist Expire-Span einfach nach dem Vorbild der Vergessenstheorie.
Tatsächlich ist KI eine groß angelegte Version anderer KIs, die vergessen. Zuvor verfügten einige Algorithmusmodelle mit Stretched Short-Term Memory (LSTM) über einen Vergessensmechanismus in rekurrenten neuronalen Netzwerken (RNN). Durch die Verwendung nur eines Vektors für Daten überschreibt jede neue Operation die vorherigen Daten.
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Bild: monsitj/iStock