Google Stadia wurde im März 2019 angekündigt und versprach bei seiner offiziellen Einführung viel. Bis heute hat es jedoch nicht alles gehalten, was wir auf der Veranstaltung erwartet hatten. Die Suchfunktion in der Spielebibliothek sowie die Möglichkeit, nach Genre zu filtern, wurden erst in den letzten Wochen veröffentlicht.
Jetzt verfügbar für Google Chrome, Android und Smart-TVs und andere PlattformenTatsächlich bot der Gigant aus Mountain View bei diesen Erlebnissen immer einen Haken: Unter Android ist beispielsweise eine native App erforderlich. Auf Android TV bot er erst im August letzten Jahres 4K-HDR-Gaming an. Trotz einer Reihe exklusiver Spiele scheint sich die Plattform neu erfinden oder zumindest eine neue Führung brauchen zu müssen, da der derzeitige Geschäftsführer von Google Stadia das Unternehmen verlassen hat.
John Justice ist nicht mehr Geschäftsführer und Vizepräsident für Gaming-Produkte des Suchmaschinenriesen. Die Nachricht kommt kurz nachdem das Unternehmen schließen die Aktivitäten von sechs Studios interne Mitarbeiter, die Originaltitel für den Dienst entwickelten, im Rahmen einer Umstrukturierung, bei der der Schwerpunkt auf Partnerschaften mit großen Entwicklern auf dem Markt lag.
Google hat in der Vergangenheit Produkte plötzlich eingestellt.
Diese Häufung weniger positiver Nachrichten über Google Stadia dürfte den Nutzern der Spieleplattform einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Es wäre nicht ausgeschlossen, dass das Unternehmen den Dienst mittelfristig einstellt, obwohl es diesbezüglich keine Stellungnahme von Seiten des Unternehmens gibt. Wave, Google Plus, Inbox, goo.gl, Picasa, Orkut, Play Music, Spaces und Talk sind nur einige Beispiele für Einstellungsprozesse in den letzten zehn Jahren.
Im Fall von Stadia wäre die Situation besonders heikel, da Verbraucher Abonnements oder Spiele kaufen. Bei monatlichen Zahlungen ist die Bereitstellung der Dienste zeitlich begrenzt. Wer Spiele einzeln kauft, wäre sicherlich verärgert, wenn die Plattform in den kommenden Jahren nicht mehr in den Plänen des Unternehmens enthalten wäre.
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