Vida Celular

Alles über die besten Handys

Wenn ein Leser heute eine Reise durch die Welt der Literatur unternehmen möchte, muss er nicht einmal sein Zuhause verlassen: Er kann auf eine Sammlung von E-Bücher und direkt aus digitalen Bibliotheken herunterladen – es sei denn, das Buch wird veröffentlicht von AmazonDer Technologieriese erlaubt nicht, dass seine digitalen Werke von Buchhandlungen, Apps und Online-Lesediensten verliehen oder gemietet werden.

In einem Interview mit der Washington Post erklärte ein Amazon-Vertreter endlich, warum seine E-Books nicht für Bibliotheken verfügbar sind. „Uns ist nicht klar, ob die heutigen digitalen Ausleihmodelle die Interessen von Autoren und Buchhändlern angemessen ausbalancieren“, sagte Mikyla Bruder, Redakteurin bei Amazon Publishing. Und zwar: Geld.

Im aktuellen digitalen Ausleihmodell ermöglichen virtuelle Bibliotheken und Apps wie Libby Nutzern, E-Books und Hörbücher für einen begrenzten Zeitraum auszuleihen. Nach Ablauf der Frist blockiert das DRM der Datei den Zugriff auf allen Geräten. Um das Buch erneut lesen zu können, muss der Nutzer es erneut ausleihen – meist gegen eine geringe Gebühr oder als Abonnement. Amazon wirft Bibliotheken vor, die Verbreitung von E-Books sei unfair.

Wer verliert?

In den Vereinigten Staaten zahlen Bibliotheken laut der Authors Guild bereits mehr (20 bis 40 %) für den Erwerb jedes Werks. In Brasilien hängt der Erwerb von Werken für öffentliche Bibliotheken von staatlichen Bekanntmachungen ab, und mit Rechnungen in Bearbeitung die diese Orte dazu zwingen, erschwingliche Bücher zu kaufen, wird der Bedarf an E-Books noch größer. Solange Amazon sich so positioniert,

Amazon ist unter anderem dafür bekannt, den E-Book-Markt voranzutreiben. Das Unternehmen entwickelte nicht nur den Kindle, seinen eigenen digitalen Reader, sondern investierte auch in Direktverlagsmodelle für unabhängige Autoren, die ihre digitalen Bücher direkt auf der Plattform verkaufen können. Dadurch besitzt Amazon ein Monopol auf eine der größten digitalen Bibliotheken der Welt mit rund 10,000 E-Books und Millionen von Hörbüchern (seit der Übernahme von Audible).

Über Business Insider e The Washington Post berichtet

Bild: Perfekter Cappuccino (Pexels)