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Um Studie von Forschern durchgeführt von der University of Washington in den USA fanden heraus, dass der Suchalgorithmus von Amazon hat dazu beigetragen, falsche Informationen über Impfstoffe zu verbreiten.

Die Autorinnen Prerna Juneja und Tanushree Mitra teilten ihre Studie in zwei Prüfungen auf: eine ohne Anmeldung auf der Plattform und eine auf Basis von Nutzerempfehlungen. Im ersten analysierten sie eine Liste mit 48 Suchanfragen zu zehn beliebten Themen, wie etwa „HPV-Impfung“, „Impfkontroversen“ und „Immunisierung“. Anhand dieser Stichprobe stellten sie fest, dass auf Amazon mehr Produkte mit falschen Informationen zu Impfstoffen zu finden waren als solche mit wissenschaftlich verifizierten.

Der Studie zufolge bewarben 10,47 % der Ergebnisse – insgesamt 4.997 auf der Plattform gelistete Artikel – Gesundheitsprodukte mit irreführenden Inhalten. Die Daten wurden zwischen dem 2. und 16. Mai 2020 erhoben.

Desinformation durch Zwang

Im zweiten Audit untersuchten die beiden Forscher das Nutzerverhalten, indem sie typische Aktionen wie das Anklicken eines zufälligen Artikels auf der Plattform durchführten. Dabei stellten sie eine Art „Blaseneffekt“ fest: Amazon-Nutzer, die sich mit Produkten mit falschen Informationen beschäftigten, wurden zu noch mehr Käufen angeregt.

„Ein einziger Klick auf ein Impfgegner-Buch kann Ihre Homepage mit ähnlichem Material füllen“, heißt es in der Studie. „Und wenn Sie das Buch in Ihren Warenkorb legen, präsentiert Ihnen Amazon weitere Impfgegner-Titel und ermutigt Sie so, noch problematischere Inhalte zu kaufen.“

Die Forscher sind überzeugt, dass die Verbreitung von impfkritischen Inhalten auf der Plattform unter anderem durch die Anzeige informativer Links neben Produktlisten und die Einführung von Hinweisen auf tendenziöses Material eingedämmt werden könnte. „Es ist dringend notwendig, dass die Plattform Impfstoffe und andere gesundheitsbezogene Themen differenzierter behandelt“, schlussfolgerten sie.

Seit dem Ende des letzten Jahrzehnts gilt Amazon als einer der Vektoren um falsche Informationen über Impfstoffe zu verbreiten. Ein Artikel im amerikanischen Magazin Wired beschrieb die Plattform sogar als eine „dystopische Buchhandlung“.

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Bild: RHJ/iStock