Der Einmarsch von Anhängern von Präsident Donald Trump ins Kapitol Anfang des Monats wurde als Putschversuch eingestuft, der zum Tod von fünf Menschen und zu Verletzungen mehrerer weiterer führte. Aufgrund der Straftat wurden die identifizierten Eindringlinge von mehreren Diensten ausgeschlossen. Nun sind auch Dating-Apps an der Reihe, dasselbe zu tun.
Tinder, Bumble, Hinge und OkCupid nutzen während des Vorfalls aufgenommene Bilder, um die Angreifer zu identifizieren und die Beteiligten von ihren Plattformen zu entfernen. In einer Erklärung erklärte die Match Group, Eigentümerin der Apps Tinder, Hinge und OkCupid, dass Nutzer, die auf der Fahndungsliste des FBI stehen und als Angreifer identifiziert werden, Capitolio aus ihren Apps verbannt sind und dass das Unternehmen mit den Behörden bei deren Ermittlungen zu inländischem Terrorismus kooperiert hat.
Letzte Woche hat die Bumble Die Möglichkeit, Nutzer nach politischen Präferenzen auszuwählen, wurde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die App fordert Nutzer außerdem dazu auf, jeden zu blockieren und zu melden, der gegen die Richtlinien verstößt.
Infolgedessen erhielten Mitarbeiter des Unternehmens Gewaltandrohungen. Auf Grundlage einer Algorithmusanalyse hat Bumble nun Nutzer gesperrt, die Hassreden oder Rassismus verbreiten, Gewalt fördern oder Fake News verbreiten. Auch Personen, die mit dem Vorfall im Kapitol in Verbindung stehen, wurden von der Dating-App ausgeschlossen.
Nutzerkooperation
Viele Nutzer dieser sozialen Netzwerke haben sich zusammengeschlossen, um den Apps und Behörden zu helfen, die Kapitol-Eindringlinge zu identifizieren und sie von den Apps auszuschließen. Das war ein Kinderspiel, denn viele der Beteiligten nutzten ihre Profile und Chatrooms, um in feierlicher Atmosphäre über die Invasion des US-Kongresses zu sprechen, als handele es sich um einen offensichtlichen Kampf um die Freiheit.
Die Jagd nach Terroristen hat dazu geführt, dass die Menschen ihre Präferenzen geändert haben und nun Daten sammeln, Treffen vereinbaren und Informationen an die Behörden weitergeben. So wollen sie zum Ende des Hasses in virtuellen Umgebungen beitragen.
Über The Next Web e The Washington Post berichtet
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