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Google steht in Australien unter Beschuss, weil das Unternehmen im Rahmen eines „Experiments“ Inhalte lokaler Medienunternehmen in Suchergebnissen versteckt. Dieser Schritt ist der jüngste in einem Streit zwischen dem Unternehmen und den lokalen Behörden und scheint eine Vergeltungsmaßnahme für den Gesetzesentwurf des Landes zu sein, der dem amerikanischen Unternehmen die Verwendung von Nachrichteninhalten zur Last legen soll.

Einige Guardian-Leser scherzten, dass bei der Google-Suche nach der Zeitung der Link zur Seite nicht angezeigt wurde; die Suche ergab lediglich die Twitter-, Facebook- und Wikipedia-Seiten der australischen Ausgabe der Zeitung. Der Gigant aus Mountain View verteidigte sich mit der Begründung, es handele sich um einen Test und man führe jährlich „Zehntausende von Experimenten“ durch. Das Unternehmen erklärte zudem, das Experiment werde im Februar dieses Jahres enden.

Die Verwirrung besser verstehen

Im Jahr 2020 diskutierte das australische Parlament ein Rechtsprojekt Google und Facebook müssen für Nachrichten bezahlen, die sie in ihren Suchergebnissen oder Feeds verwenden. Das Gesetz sieht vor, dass der zu zahlende Betrag zwischen der Regierung und den Unternehmen ausgehandelt wird und dass er fair gegenüber den Medien des Landes ist. Damals hatte Google reagiert und platzierte eine Warnung auf seiner australischen Seite. Beim Zugriff auf die Suchmaschine wurde den Nutzern auf der Suchmaske ein Popup mit dem Satz „Die Art und Weise, wie Australier täglich bei Google suchen, ist gefährdet“ angezeigt.

Anfang des Jahres berichtete die australische Zeitung Financial Review als erste, dass Google Links von Nachrichtenseiten versteckt. Je nach FahrzeugDas Unternehmen hat am Algorithmus herumgebastelt, um vergrabe die Links des Landes. Daraufhin bestätigte das US-Unternehmen, dass es die Algorithmen im Rahmen einer jährlich durchgeführten Umfrage geändert habe.

Machtmissbrauch

In der Zeitung The Guardian, ein Vertreter von Nine, dem der Sydney Morning Herald und die AFR (Financial Review) gehören, sagte: „Google ist ein faktisches Informationsmonopol, und indem es den Australiern den Zugang zu wahren, aktuellen und wichtigen Nachrichten verweigert, zeigt es, wie sehr es den Zugang zu diesen Nachrichten beeinträchtigen kann.“ Darüber hinaus hieß es in der Erklärung: „Google demonstriert, wie leicht es australische Nachrichtenanbieter aus dem Internet verschwinden lassen kann, wenn diese ihm nicht mehr zur Verfügung stehen – ein erschreckendes Beispiel seiner Marktmacht.“

Australiens Finanzminister Josh Frydenberg kommentierte in einem Lokalzeitungsartikel Brisbane Times „Google, Facebook und andere Tech-Giganten sollten sich nicht darauf konzentrieren, australischen Nutzern den Zugriff auf lokale Inhalte zu verwehren, sondern darauf, für diese Inhalte zu bezahlen.“ Laut Josh ist der Gesetzentwurf noch nicht endgültig, wird aber ein wichtiger Meilenstein für die heimische Wirtschaft sein.

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Bild: Mudassir Ali/ Pexels