Passenderweise diente die Star-Trek-Serie als Inspiration für eine Reihe technologischer Fortschritte, von Speicherkarten über kabellose Kopfhörer und Videotelefonie bis hin zu Tablets. Und wenn man nach einer Partnerschaft zwischen dem deutschen Infrarotsensor-Hersteller Trinamix und Qualcomm geht, steht bald ein weiteres Gerät auf dem Plan: der Tricorder.
IV-Scanner
In der Science-Fiction ist das Gerät eine Art tragbarer Scanner, der Daten über die Moleküle aller Gegenstände, mit denen er in Kontakt kommt, analysieren und übertragen kann. Trinamix möchte seine Technologie verbessern, indem es einen Infrarotsensor für nächste Generation von Qualcomm-ProzessorenDieses Gerät wäre mit der neuen künstlichen Intelligenz des Unternehmens verbunden und würde Ihr Android-Gerät in einen echten Tricorder verwandeln. Auf diese Weise würde das Mobiltelefon mithilfe einer Anwendung Infrarot-Daten senden. Das Gerät würde diese Informationen dann an eine Cloud-Datenbank weitergeben, die die Analyseergebnisse innerhalb weniger Sekunden zurückgibt.
Durch das Auflegen des Mobiltelefons auf die Hautoberfläche können sofort Gewebeproben entnommen und beispielsweise Anomalien in der Epidermis erkannt werden. Eine weitere Funktion der Anwendung ist die Anzeige von Kalorien und anderen Nährstoffen eines Lebensmittels durch einfaches Annähern des Geräts.
Laut Trinamix befindet sich das Modul, das diese Daten auslesen soll, noch in der Entwicklungsphase. Seine Größe soll jedoch nicht größer sein als der CMOS-Sensor einer Standard-Smartphonekamera. Das Unternehmen plant, das Projekt zur Integration in Mobiltelefone bis Ende 2021 abzuschließen.
Unternehmen gewährleisten den Schutz der Nutzerdaten
Obwohl der Vorschlag von Trinamix und Qualcomm auf einer Cloud-Plattform basiert, soll der Tricorder für Android-Geräte die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer gewährleisten. Zu diesem Zweck würde das System ein Verschlüsselungssystem verwenden, bei dem die Informationen an die Bank gesendet würden, ohne dass der Absender preisgegeben würde. Die Bank wiederum wäre lediglich für die Analyse der gesammelten Daten und deren Übermittlung an das Gerät verantwortlich.
Trinamix und Qualcomm sind nicht die einzigen Unternehmen, die versucht haben, einen Tricorder zu bauenTatsächlich gibt es die Idee, Mobiltelefone für die Diagnostik zu nutzen, schon länger. 2017 stellte das chinesische Unternehmen Changhong sein H2-Gerät vor. Das Mobiltelefon verfügte über einen in die Kamera integrierten spektroskopischen Sensor, der es ermöglichte, Nährwertinformationen über Lebensmittel, den Körperfettanteil und sogar Medikamente zu analysieren.
Damals wurde der H2 für 450 US-Dollar angekündigt, es gibt jedoch keine Informationen darüber, ob er tatsächlich auf den Markt kam.
Der große Unterschied zwischen Projekten wie Changhong und Trinamix ist die Partnerschaft mit Qualcomm. Mit der Einführung von Snapdragon 888, Das Unternehmen hat neue Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz bei Smartphones angekündigt, die die Tricorder-Idee der Realität deutlich näher bringen.
Über Android Authority