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Selbst nachdem wegen Installation von Schadsoftware verurteilt Gionee gibt nicht auf und hat, obwohl es von seinen Nutzern 21 Millionen Mobiltelefone verkaufen kann, ein weiteres Smartphone vorgestellt: das K30 Pro, wenn auch eher diskret.

Laut Hersteller wird das Gionee K30 Pro über ein 6.5 Zoll großes LCD-Display mit HD+-Auflösung von 729×1520 Pixeln im Notch-Format verfügen. Die Spezifikationen bestätigen die kürzlich durchgesickerten Daten, die bereits auf die Ankunft des Geräts hindeuteten.

Neben dem Display soll das K30 Pro laut Gionee über einen 2.0-GHz-MediaTek-Chip und einen 4000-mAh-Akku verfügen. Es gibt keine Informationen darüber, ob das Gerät Schnellladen unterstützt.

Das K30 Pro wird über eine 8-MP-Frontkamera und ein kreisförmiges Rückmodul mit drei Kameras verfügen. Die Hauptkamera hat 16 MP, eine Makrokamera und eine weitere mit einem 120-Grad-Ultraweitwinkelobjektiv. Trotz der bescheidenen Kameraausstattung wird das Gionee K30 Pro in zwei Versionen erhältlich sein: mit 6 und 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Als Betriebssystem kommt leider das veraltete Android 7.1.1 zum Einsatz.

Das Bild zeigt das Design des Gionee K 30 Pro mit Vorder- und Rückseite und Dreifachkamera

Die neuen K30 Pro Handys wird verkauft im Bereich zwischen 100 und 120 US-Dollar. Eine Prognose zur Markteinführung der Geräte im Westen gibt es nicht.

Eine bewegte Geschichte

Gionee hofft, dass die Einführung der K-Serie auf dem chinesischen Markt einen Neuanfang für das Unternehmen markiert, das in der Vergangenheit in Schwierigkeiten steckte. Es sei daran erinnert, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden im Jahr 2018 aufgrund finanzieller Probleme, die durch die Spielsucht seines Gründers verursacht wurden.

Um den Grund für die jüngste Verurteilung besser zu verstehen: Das Unternehmen nutzte ein ebenso einfaches wie lukratives Schadprogramm. Ein als Systemupdate getarntes App-Update stahl nach der Installation die Zahlungsinformationen der Nutzer. Das chinesische Gericht schätzte, dass Gionee mit den rund 4 Millionen betroffenen Geräten einen Gewinn von über 21 Millionen Dollar erzielte.

Das große Problem ist nun der schlechte Ruf, den das Unternehmen sicherlich haben wird, nachdem es wegen der Installation von Schadsoftware auf seinen eigenen Handys verurteilt wurde, um von den Nutzern zu profitieren. Wir können also nur abwarten, ob das neue K30 Pro nach dem erneuten Misserfolg von Gionee bei den Nutzern gut ankommt.

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