Es gibt immer noch Orte auf der Welt, die weder vom Internet noch von der Mobilfunkverbindung erreicht werden. Dazu gehören Dörfer in bergigen und bewaldeten Gebieten Indiens, wo Glasfaserkabel oder Radio aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse unrentabel sind. Die gängigste Lösung in ländlichen Gebieten, Satelliten, erfordert riesige und teure Geräte. Für arme Gemeinden, die nicht nur Zugang, sondern auch Bandbreite für Videos benötigen, um eine echte Verbindung zur modernen Welt zu ermöglichen, ist dies jedoch unerschwinglich. Die Lösung: Laser-Internet.
Jahrelang hat Alphabet, die Muttergesellschaft von Googlehat sich mit dem Thema beschäftigt. Aus einem komplexen Lösungsvorschlag entwickelte sich eine minimalistische Idee. Beim Versuch, Ballons zur Internetübertragung per Funk zu nutzen, musste im Projekt Loon ein Kommunikationssystem zwischen den Ballons entwickelt werden. Dies geschah mit Laserstrahlen, und dann kam die Idee auf: Warum nicht auch das Internet an Land mit einem Laser übertragen?
Das sogenannte Taara-Projekt ist genau das: ein Laserstrahler, der in einer Entfernung von bis zu 20 Kilometern auf einen anderen gerichtet ist. Die Türme benötigen direkte Sichtverbindung zueinander, sind daher hoch gelegen und könnten im Falle eines Angriffs leicht zerstört werden. Dies könnte für einen der Zielorte des Projekts, nämlich Gebiete mit militärischen Konflikten, problematisch sein.
Doch die Kosten für Laser-Internet sind im Vergleich zum Verlegen von Kabeln, dem Aufbau von Funkstationen oder dem Einsatz von Ballons minimal. Nach einem Testlauf in Indien, wie im obigen Video zu sehen, wird das Projekt Taara nun in Kenia eingeführt.
Ab: Engadget